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Andacht

So lasst euer Licht leuchten vor den Leuten, damit sie eure guten Werke sehen und euren Vater im Himmel preisen.

Matthäus 5,16

Vor Kurzem ging ich bei klarem Vollmond zu meinem nächtlichen Gebetsplatz. Es lag noch etwas Schnee und es war windig und recht kalt. Der Nachthimmel aber war klar und wunderschön; die Sterne funkelten und der Mond schien prächtig auf die weiße Landschaft hinunter. An einem Waldrand blieb ich eine ganze Weile stehen, um Gott für seine großen Werke und seine Liebe zu danken.

Danach betrachtete ich die Helligkeit der nächtlichen weißen Landschaft. Die Bäume waren leicht beschneit und boten dadurch einen wunderbaren Anblick. Es war so hell, dass man die Konturen der Bäume, der Berge und sogar den Weg gut sehen konnte. 

Hierbei fiel mir der heutige Leittext aus Matthäus ein und ich dachte über unser Licht, wie es dort heißt, und das Licht unseres Gottes nach.

Der Mond ist kein Leuchtkörper, sondern er wird von der Sonne angestrahlt. Seine Helligkeit reflektiert dann auf die dunkle Erde. So wird sie von ihm angestrahlt. Ist es nicht auch mit Gott und uns so? 

Jesus sagt in Johannes 8,12: "Ich bin das Licht der Welt." Wenn sein Licht in unsere Herzen scheint, dann können wir leuchten und ihn gleichzeitig für die Menschen, die in der Finsternis sind, leuchten lassen. Aus Dankbarkeit und Freude für seine wunderbare Führung und Liebe sind wir von unserem Herrn und Heiland damit beauftragt, unseren Mitmenschen sein Licht der Liebe und Gnade weiterzugeben, damit auch sie von diesem Licht erstrahlt werden.

Er möchte uns täglich mit seinem Licht erfüllen, das wir in die Welt hinausstrahlen, so wie der Mond das Licht der Sonne an unsere Erde weitergibt.

Jesus sagt: "Ihr seid das Licht der Welt. Es kann die Stadt, die auf einem Berge liegt, nicht verborgen sein. Man zündet auch nicht ein Licht an und setzt es unter einen Scheffel, sondern auf einen Leuchter; so leuchtet es allen, die im Hause sind." (Mt 5,14-15)

So lasst uns auch am heutigen Tag aus Dankbarkeit und Liebe zu unserem Gott die dunkle Welt mit seinem Licht ein wenig erhellen! 

Danke, Gott, für dein herrliches Licht, deine Liebe, Wärme und Güte für uns Menschen!

Paul Gerhard Wiesenberg